Der Autor
Peter Dasch
»Geschichten sind für mich der Versuch, die Welt ein wenig weiter zu sehen.«

Seit mehr als vier Jahrzehnten beschäftige ich mich mit der Frage, wie Wirklichkeit entsteht und wie unterschiedlich wir Menschen sie wahrnehmen.
Diese Suche hat mich durch sehr verschiedene Denk- und Erfahrungswelten geführt – durch Naturwissenschaft, Philosophie und Psychologie, durch Religion und Spiritualität, durch Bewusstseinsforschung und Astrologie. Entscheidend war für mich nie, mich einer Erklärung endgültig anzuschließen. Mich hat interessiert, was hinter den Antworten liegt – und wie sich unser Blick auf uns selbst und die Welt verändert, wenn wir das scheinbar Selbstverständliche noch einmal infrage stellen.
Parallel dazu verlief ein anderes Leben: Als Unternehmer, Gründer und Gestalter habe ich erlebt, was es bedeutet, Verantwortung zu übernehmen, Entscheidungen zu treffen und mit Menschen und Systemen zu arbeiten. Ich habe aber auch erlebt, wie selbstverständlich wir ein menschliches Leben um Arbeit, Leistung und Notwendigkeiten herum organisieren.
Vielleicht wird gerade deshalb eine alte Frage plötzlich neu: Was fangen wir mit unserem Leben an, wenn wir es nicht mehr überwiegend damit verbringen müssen, es uns zu verdienen?
Wir leben auf einer außergewöhnlichen Welt und treten in eine Zeit ein, in der sich Möglichkeiten öffnen, die für frühere Generationen kaum vorstellbar waren. Mich interessiert, was wir Menschen daraus machen. Womit verbringen wir unsere Zeit? Was entdecken wir? Was entsteht zwischen uns? Und vielleicht sogar:
Wofür sind wir eigentlich hier?
Warum diese Bücher.
Seit den späten 1980er-Jahren schreibe ich Romane und Erzählungen. Lange habe ich versucht, meine Gedanken über Bewusstsein und Wahrnehmung unmittelbar zu erklären. Doch Geschichten eröffnen einen anderen Zugang: Sie lassen Menschen erleben, was sich verändert, wenn bisherige Gewissheiten ins Wanken geraten.
So wurde aus meiner jahrzehntelangen Beschäftigung mit dem Bewusstsein eine eigene erzählerische Richtung. Nicht die Erklärung steht im Mittelpunkt, sondern das Erleben – und was der Leser darin für sich entdecken kann.